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Holzstempel mit 70 mm Abdruckhöhe – rund 17 Zeilen oder großflächige Motive. Breiten von 10 bis 130 mm. Bei dieser Größe beeinflussen Unterlage und Papierwahl das Ergebnis mindestens so stark wie die Gravur selbst. Jenseits von etwa 100 mm Abdruckbreite entsteht ein Wiegestempel.
Ein großer Abdruck legt jede Unebenheit offen. Was bei einem Adressstempel nicht auffällt, wird bei 70 Millimetern Abdruckhöhe sichtbar: eine weiche Unterlage, ein geripptes Papier, ein Stapel Blätter, der unter dem Druck nachgibt.
Rund 17 Zeilen
Rechnerisch passen etwa 17 Zeilen in diese Höhe. In der Praxis entstehen daraus meist großformatige Kombinationen: ein Kopfbereich mit Logo, ein Textblock und ein Raster aus Feldern. Für reinen Fließtext ist das Format selten die richtige Wahl.
Die richtige Unterlage
Eine harte, ebene Fläche liefert das beste Ergebnis. Ein Schreibtisch mit fester Auflage genügt. Vermeiden Sie Unterlagen aus weichem Schaumstoff, Schreibunterlagen mit Polster oder einen dicken Papierstapel – sie federn ungleichmäßig und lassen einzelne Bereiche blass werden.
Papier macht den Unterschied
Glattes, ungestrichenes Papier ab etwa 80 Gramm nimmt Farbe gleichmäßig an. Sehr raue und geriffelte Papiere brauchen kräftigere Schriften, beschichtete Oberflächen eine Spezialfarbe, weil normale Farbe dort lange feucht bleibt und verwischt.
Ausführung
Lackiertes Buchenholz, konturgenau zugeschnittene Gummiplatte. Ab etwa 100 mm Abdruckbreite entsteht ein Wiegestempel, der abgerollt wird – auf unebenen Untergründen die zuverlässigere Bauform.
Gerade ausrichten
Bei großen Formaten fällt eine schiefe Platzierung sofort auf. Richten Sie den Stempel an einer Blattkante aus und markieren Sie bei wiederkehrenden Abdrucken die Position mit einer leichten Bleistiftlinie, die sich später entfernen lässt.
Einfärben
Tupfen Sie den Stempel mehrfach auf das Kissen auf, statt ihn darüber zu schieben.
Eine harte, ebene Fläche wie eine feste Tischplatte. Gepolsterte Schreibunterlagen, Schaumstoff oder ein dicker Papierstapel federn nach und verteilen den Druck ungleichmäßig, wodurch einzelne Bereiche blass bleiben. Legen Sie das Blatt möglichst einzeln auf. Bei sehr dünnem Papier hilft ein einzelnes festes Blatt als Zwischenlage.
Auf glattem, ungestrichenem Papier ab etwa 80 Gramm. Raue oder geriffelte Oberflächen brauchen kräftigere Schriften ohne feine Strichstärken. Bei beschichtetem oder glänzendem Papier arbeiten Sie mit Spezialfarbe, sonst bleibt der Abdruck lange feucht und verwischt. Machen Sie vor größeren Serien einen Probeabdruck auf dem tatsächlich verwendeten Papier.
Das entscheidet die Breite, nicht die Höhe. Oberhalb von etwa 100 mm Abdruckbreite entsteht ein Wiegestempel, weil sich so große Flächen durch Abrollen gleichmäßiger übertragen lassen als durch Aufdrücken. Bleiben Sie darunter, ist ein Griffstempel handlicher. Bei schmalen, hohen Formaten bleibt der Griffstempel auch in dieser Höhe die übliche Bauform.