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Nicht jedes Feld hält sich an runde Zahlen. Diese Kategorie führt rechteckige Holzstempel mit ungerader Abdruckhöhe – also den Zwischenstufen 5, 15, 25, 35 mm und darüber hinaus. Sie sind die Lösung, wenn die gerade Reihe in 10er-Schritten entweder zu knapp ausfällt oder unnötig viel Platz beansprucht.
Die Abdruckhöhen sind in zwei Reihen sortiert. Die gerade Reihe läuft in 10er-Schritten: 10, 20, 30, 40 mm. Diese Kategorie führt die andere Hälfte – die Zwischenwerte 5, 15, 25 und 35 mm sowie alles darüber. Sie existieren, weil sich Formulare, Etiketten und Verpackungen selten an Zehnerschritte halten.
Wann eine Zwischenstufe die bessere Wahl ist
Typischer Fall: Vier Zeilen brauchen rechnerisch rund 16 mm. Mit 20 mm bleibt viel Luft, die den Abdruck lose wirken lässt und im Formularfeld überstehen kann. 15 mm sind knapp, reichen aber, wenn die Zeilen kurz sind. Die Zwischenstufe trifft solche Fälle genauer, als es die gerade Reihe könnte.
Zeilenzahl realistisch planen
Auch bei den Zwischenstufen bleibt es bei etwa 4 mm Höhe pro lesbarer Zeile. 15 mm tragen demnach drei bis vier Zeilen, 25 mm sechs, 35 mm etwa acht. Wenn Sie an die obere Grenze gehen, setzen Sie die Schrift serifenlos und nicht unter 7 Punkt – auf saugendem Papier laufen kleinere Grade sonst zu.
Die Breite bleibt frei wählbar
Die ungerade Höhe schränkt die Breite nicht ein. Von schmalen 20 mm für ein Kürzel bis rund 130 mm für eine vollständige Adresszeile lässt sich alles kombinieren. Maße wie 60 × 15, 70 × 25 oder 90 × 35 mm sind gängige Zusammenstellungen, wenn ein vorhandener Platz genau ausgefüllt werden soll.
Wofür diese Höhen gewählt werden
Häufig geht es um Ersatz: Ein vorhandener Stempel soll maßgleich nachbestellt werden, und sein Abdruck misst eben 15 statt 20 mm. Daneben stehen Etiketten mit festen Abmessungen, Formularfelder in Lieferscheinen und Laufzetteln sowie Kennzeichnungen auf Behältern, bei denen eine Kante oder Sicke die nutzbare Höhe begrenzt.
Maß am Vorgänger abnehmen
Wenn Sie einen bestehenden Stempel ersetzen, nehmen Sie das Maß nicht am Gummi ab, sondern an einem sauberen Abdruck auf Papier. Setzen Sie ein Lineal an der obersten und der untersten bedruckten Stelle an. Runden Sie im Zweifel auf die nächste verfügbare Stufe auf – etwas Rand schadet nicht, fehlende Höhe dagegen zwingt zum Umbruch.
Gestaltung bei knapper Höhe
Je enger die Höhe bemessen ist, desto disziplinierter muss der Satz sein. Verzichten Sie auf einen Rahmen, wenn es eng wird – oben und unten kostet er jeweils ein bis zwei Millimeter. Setzen Sie die Schrift serifenlos und halten Sie den Zeilenabstand gleichmäßig. Bleiben Konturen und Striche unter 0,5 mm, wird der Abdruck an diesen Stellen unregelmäßig.
Aufbau und Kissen
Auch diese Formate bestehen aus lackiertem Buchenholzgriff, Schaumstoffschicht und konturgenau zugeschnittener Gummiplatte. Ein Stempelkissen gehört nicht zum Lieferumfang und wird passend zur Abdruckfläche gewählt. Bei flachen, breiten Formaten liegt es meist am zu kleinen Kissen, wenn ein Ende des Abdrucks blass bleibt.
Die Zwischenstufen zwischen den 10er-Schritten, also 5, 15, 25, 35 mm und so weiter. Die gerade Reihe umfasst 10, 20, 30 mm. Beide Reihen decken zusammen den Bereich von 5 bis 100 mm Abdruckhöhe in feiner Abstufung ab, sodass sich fast jede Vorgabe genau treffen lässt.
Wenn die gerade Stufe entweder zu knapp ist oder unnötig viel Platz beansprucht. Vier kurze Zeilen etwa passen auf 15 mm, während 20 mm im Formularfeld überstehen könnten. Auch beim maßgleichen Ersatz eines vorhandenen Stempels ist die Zwischenstufe oft die richtige.
Drei bis vier, gerechnet mit etwa 4 mm pro sauber lesbarer Zeile. Vier Zeilen laufen zuverlässig, solange der Text kurz bleibt und serifenlos gesetzt wird. Für mehr Zeilen oder einen zusätzlichen Rahmen greifen Sie besser zur nächsten Stufe, sonst wirkt der Abdruck gedrängt und läuft auf saugendem Papier zu.
Ja. Von rund 20 bis 130 mm ist die Breite frei wählbar. Gängige Kombinationen sind 60 × 15, 70 × 25 und 90 × 35 mm. Ab etwa 100 mm Breite wird ein Wiegestempel gefertigt, der über das Papier abgerollt statt aufgedrückt wird.
Machen Sie einen sauberen Abdruck auf Papier und messen Sie mit einem Lineal von der obersten bis zur untersten bedruckten Stelle. Am Gummi selbst lässt sich das Maß nicht ablesen, weil er konturgenau zugeschnitten ist. Fällt der gemessene Wert zwischen zwei Stufen, wählen Sie die größere: Etwas Rand sieht man im Abdruck kaum, eine zu knappe Höhe zwingt dagegen zum Kürzen des Textes.